Butterfly Wings

The future of humanity
lies not in technology,
but in human beings themselves.

Working with one’s hands has played an important role in humanity’s development. That is why master silversmith Martin Bläse has never been content that his beloved ancient craft should be considered a dying profession. He searched for a realistic perspective on what is possible for the future of his profession. And found a solution.
In March 2020, he began talking about this and the transformation he has undergone since discovering sound as a new dimension of aesthetics, and the realisation he’s had about the key role sounds play in the development of human consciousness. A year later, this has become a book:

Butterfly Wings
Gong – Sound – Transformation

A valuable piece of art, full of life wisdom and inspiration; for gong enthusiasts, craftsmen, and other consciousness researchers.
It is published as a limited special edition in German and English, and is not available in normal bookshops but directly from the author.

Hardcover, 26 chapters, 352 pages, 4/4 colour print, with many pictures, stories, poems, guest contributions, practical tips, and matching sounds on the internet.

Numbered and signed by hand.
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Schmetterlingsflügel

Die Zukunft der Menschheit
liegt nicht in der Technologie,
sondern im Menschen selbst.

Die Arbeit mit den Händen spielt dabei für die Entwicklung der Menschlichkeit eine wichtige Rolle. Deshalb hat sich Silberschmiedemeister Martin Bläse nie damit zufrieden gegeben, dass sein geliebtes uraltes Handwerk als aussterbender Beruf gelten sollte. Er suchte nach Möglichkeiten für eine echte Zukunftsperspektive. Und fand eine Lösung.
Davon begann er im März 2020 zu erzählen und von den Wandlungen, die er durchlebt hat, seit dem er den Klang als neue Dimension der Ästhetik entdeckt hatte, bis zu der Erkenntnis welche Schlüsselrolle Klänge für die Bewusstseinsentwicklung der Menschheit spielen. Ein Jahr später ist daraus ein Buch geworden:

Schmetterlingsflügel
Gong – Klang – Transformation


Ein wertvolles Kunstwerk voller Lebensweisheiten und Inspirationen für Gongbegeisterte, Handwerker und andere Bewusstseinsforscher.
Es erscheint als limitierte Sonderedition auf deutsch und englisch, und ist nicht im normalen Buchhandel erhältlich, sondern beim Autor direkt.

Hardcover, 26 Kapitel, 352 Seiten, 4/4-farbig mit vielen Bildern, Geschichten, Gedichten, Gastbeiträgen, praktischen Tipps und passenden Klängen im Internet.

Nummeriert und handsigniert.
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Zwei Jahre Pause

Seit meinem letzten Eintrag sind jetzt etwas über zwei Jahre vergangen. Deshalb möchte ich einen kleinen Überblick geben, was seit dem geschehen ist. Dafür füge ich einige Videos ein, in denen das sehr schön dokumentiert ist.

2019

Das Jahr 2019 stand für mich vor allem unter dem Eindruck einer großen Reise, die mich im Mai bis auf die andere Seite der Erde geführt hat.
The Journey Beyond Gong
Eindrücke von dieser Reise zeigt dieses Video:

Zwei Wochen später war ich eingeladen zu dem Gong Aliveness Festival in Norwegen

Danach führte mich die Reise „The Journey Beyond Gong“ noch in das Kloster Cismar hier in der Nähe in Ostholstein und zu dem One World Festival auf die Insel Mön in Dänemark.

Die letzten beiden Karma Gongs habe ich am 24. Dezember 2019 fertiggestellt. Den letzten Heaven Gong habe ich weitergegeben, den letzten Erath Gong habe ich behalten. Damit war ein bedeutendes Kapitel in meinem Leben als Gongschmied beendet.

2020

Das neue Jahr begann mit eine neuen Gong Edition, die ich hier vorstelle:

Am 8. Februar 2020 wurde die neue Klang Kunst Galerie eingeweiht. Von der Eröffnung gibt es auch ein Video, dieses Mal nicht von mir sondern von Skrollan Alwert.

 

Für den März war eine große Tournee nach Spanien geplant, aber weit sind wir nicht gekommen, den an dem Tag als wir losfuhren, wurden alle Grenzen geschlossen. Das kam mir dann doch etwas spanisch vor.
So kamen wir nach drei Tagen wieder nach Hause:

Dann begann ich zu erzählen, all die Geschichten, die ich mit meinen Gongs erlebt hatte. Jeden Montag gab es eine „Gong-Geschichte“ online in einem Zoom-Meeting. Was daraus geworden ist, berichte ich demnächst in einem eigenen Beitrag.

Weiterhin baue ich ungebremst neue  Gongs. Nach wie vor sind sie weltweit sehr gefragt, ich bin mir sicher, dass das daran liegt, dass sie vielen Menschen eine Stütze sind in dieser Krisenzeit.

Wie man an meinen Videos sehen kann, bin ich inzwischen dabei, mich von YouTube zu verabschieden. Ich bin zwar (noch) nicht selbst betroffen, aber mir gefällt die Zensur-Politik dieser Plattform gar nicht mehr. Allerdings werde ich meinen Kanal deshalb nicht gleich aufgeben, dazu habe ich zu viele Abonennten. Aber ich baue mir parallel dazu eine neue Präsenz bei dem kleinen sympathischen Anbieter DeinTube auf.

Für den Neustart dieses Blogs habe den Titel und das Titelbild geändert, dann die Karma-Gong Geschichte ist für mich zu Ende, aber meine Gong-Geschichten noch lange nicht.

Beyond Gong

(English below)

Auf einmal sind es drei.
So wie der EARTH Gong helfen möchte, sich mit der Vergangenheit auszusöhnen
und der HEAVEN Gong eine Perspektive für die Zukunft aufzeigt,
so repräsentiert der BEYOND Gong das All-Gegenwärtige „Schaue dahinter“.

Auch von den BEYONG Gongs wird es eine limitierte Auflage geben.
Elf Gongs, jeder einzigartig und individuell gestaltet
aber mit der gleichen Idee dahinter.
140 cm Durchmesser aus Alpaka (Neusilber)

Damit kann die Reise jetzt losgehen:
The Journey Beyond Gong

 

Suddenly there are three.
Just as the EARTH gong wants to help to reconcile with the past
and the HEAVEN gong shows a perspective for the future
is the BEYOND gong the omnipresent „Look beyond“.

Also the BEYOND gongs will be a limited edition.
Eleven gongs, each unique and individual created
but with the same idea beyond.
55 inches made of nickel silver.

Now the journey can begin:
The Journey Beyond Gong.

Karma Gong Meditation

Karma Gong Meditation

The Karma Gongs are a pair of hand forged gongs
of bronze and titanium, by Martin Bläse.
The bronze EARTH gong has a deep connection
to the bronze age in the northern hemisphere.
It is played to heal the roots.
The titanium HEAVEN gong helps you
to open up your mind for new possibilities.
It is played to bless the future.
Several other resonating objects will take you back to reality
in a peaceful way.

Martin Bläse from Germany is Master of Silversmithing,
third generation Gong Maker, Gong Player,
Meditation Facilitator and creator of wonderful instruments.

Tuesday May 14, 8-9:30 PM
Cost $25 paid online or $30 cash on night
For bookings/payment: www.livingevents/gong-healing
or contact Cara on 9712 0601

The Kangaroo Ground Centre
25 Donaldson Road
Kangaroo Ground, VIC, 3097
Australia

Networking

 

I don’t want to be
the spider in the network
and I don’t want to be the fly.
I need to be free
like the eagle in the sky.
The gongs are my wings.

Whenever I can make wings for you
I can fly higher than high.
But if you want to fly
it has nothing to do with technique,
it’s a question of your consciousness.

Trust yourself
believe in love
play the gong
take off
and fly

Wieland/ Vølund

Dort, wo die südlichen Nordgermanen
und die nördlichen Südgermanen
nicht voneinander zu unterscheiden sind,
da liegt ein wunderbares Land,
Jütland genannt.
Hier soll einst Wieland gewirkt haben,
Wieland der Schmied.

Aufgewachsen war er auf Seeland.
In jungen Jahren soll er einer Walküre ihr Schwanengewand gestohlen und sie zur Frau genommen haben, bis sie Ihre Flügel wiederfand und damit ihre Freiheit wiedergewann.
Später hat ihn dann der König von Jütland betrogen und ihm die Beine gelähmt und ihn so gezwungen, für sich zu arbeiten,
bis Wieland sich Flügel schmiedete, sich grausam an dem König rächte und die Freiheit wiedergewann.

Diese Legende ist eine Erinnerung an die Großartigkeit und Tragik einer Zeitepoche, in der die Menschen ihre Macht über die Natur kennenlernten und wie alle Legenden ist sie sehr vielschichtig.

Etwas kurios an dieser Erzählung ist die dichterische Verknüpfung mit anderen Legenden, die ursprünglich nichts miteinander zu tun hatten. Oder doch?
Wielands Vater soll ihn bei Mime in die Lehre gegeben haben.
Mime war der beste Freund Odins, ein Riese, der die Quelle der Weisheit hütete und dem Odin ein Auge opferte, um aus dieser Quelle zu trinken.
Bei Mime hatte Wieland immer Streit mit einem anderen Lehrling, mit Siegfried: Weil dieser immer so hochmütig zu Wieland war, brach Wieland seine Ausbildung ab und ging dann zu den Zwergen in die Lehre.
In der Siegfried-Sage war Mime allerdings ein Zwergenschmied.
Ja, ja, die künstlerische Freiheit.
Wie viele Dichter und Erzähler sich wohl die Freiheit genommen haben, diese Legende nach ihren Vorstellungen zu ändern? Und wieviel mag dann nach Jahrtausenden noch von dem Ursprung erhalten geblieben sein?
Dann darf ich mir wohl auch die Freiheit nehmen, nach meiner Wahrnehmung mit dieser Legende zu spielen.

Aus karmischer Sicht ist diese Geschichte eigentlich ziemlich eindeutig: Wieland hatte der Walküre die Freiheit geraubt, bis diese ihre Flügel wiederfand. Also ist es die Konsequenz seiner eigenen Taten, dass ihm ebenfalls die Freiheit geraubt wurde, bis er sich selbst eigene Flügel schmiedete. Was er sich allerdings mit der grausamen Rache an dem König wieder aufgeladen hatte – wer weiß? Möglicherweise wirkt dieses Schicksal bis heute fort.

Auch aus ethno-medizinischer Sicht ist diese Legende interessant. Auffällig ist, dass weltweit viele mythologische Schmiede als hinkend dargestellt wurden. Das kommt daher, dass bei der historischen Methode, Kupfer zu verhütten, immer Arsen frei wurde und wenn man Arsen in geringen Dosen über längere Zeit inhaliert, wirkt es als Gift auf die Beine und diese werden steif. Es ist also ein deutliches Indiz dafür, dass Wieland ein Schmied aus der Bronzezeit war, obwohl in der heutigen Form der Legende steht, dass er das Eisen schmieden konnte, wie kein anderer. Aber die künstlerische Freiheit…

War Wieland im Ursprung nun tatsächlich eine Einzelperson oder war er mehr eine Sympolfigur für „den“ bronzezeitlichen Schmied an sich?
Es ist durchaus denkbar, dass der Schmied der die Himmelsscheibe von Nebra schmiedete, später als „Wieland“ in die Legende einging. Eine Botschaft, die dann bei mir ankam wie eine Herausforderung, es ihm gleichzutun.

Ich habe mich vor Jahren schon einmal mit Wieland beschäftigt, als ich große Schmerzen in meinen Knien hatte und niemand die Ursache davon herausfand. Während unseres letzten Umzuges 2016 bekam ich auf einmal unglaubliche Schmerzen in der rechten Schulter und nach drei Monaten begann sie, steif zu werden. Ich lief von einem Arzt zum nächsten, aber keiner konnte mir richtig helfen. Inzwischen weiß ich, dass dieses Phänomen als Frozen Shoulder bekannt ist. Aber das beantwortete immer noch nicht die Frage, warum ich das bekommen hatte. Genau in dieser Zeit begann ich mit meiner schmerzenden, steifen Schulter meine großen Gongs zu schmieden. Wie man auf diesem Bild sehen kann, mit links…

Gaia Gong, die „Mutter“ der EARTH Gongs

Und auf einmal ging mir – inspiriert durch Wieland und seine selbstgeschmiedeten Flügel – auf: Das ist ja wie bei einem Schmetterling! Wenn sich das Leben der Raupe erfüllt hat, verpuppt sie sich – genauso wie sich meine Schulter verkapselt hatte – und wird dann vollkommen umgewandelt, transformiert um hinterher fliegen zu können. Mein Arm wurde also vorbereitet, mir Flügel zu schmieden.
Und das sind sie nun, meine Schmetterlingsflügel:Heaven and Earth gongs

Ich hatte schon mehrfach mit meiner Werkstatt-Nachbarin, einer Künstlerin, über Wieland philosophiert, so dass sie mich im Scherz schon ab und zu „Wieland“ nannte. Dann war sie ein paar Wochen unterwegs, als eines Morgens, als ich beim Frühstück saß, mein Telefon klingelte. Es war diese besagte Nachbarin und sie sagte mir: „Wieland steht vor der Tür!“

… mit 300 kg Bronze auf einem LKW und der Fahrer fragt, wo ich meinen Gabelstapler hätte. Das frage ich mich allerdings bis heute. Ein LKW der Firma Wieland stand an der Straße vor meiner Werkstatt und brachte mir die Bronze für die EARTH Gongs. Wir haben alle Bleche einzeln abgeladen. Das war für mich wie ein feierliches Ritual. Wieland hatte mir die Bronze gebracht!

Nach all diesen Erlebnissen war es mir eine besondere Ehre, dass meine ersten Konzerte „Heaven and Earth Gong Celebration“ – die ersten nach der Premiere bei mir zu Hause – in Dänemark stattfinden sollten, eines auf Seeland und eines in Jütland, auf den Spuren von Wieland. Als ich aber dort von Wieland erzählte, hatte merkwürdigerweise bislang niemand von ihm gehört. Bis auf einmal jemand auf die Idee kam: Vølund!
Ja, das war die Lösung, in seiner Heimat heißte er „Vølund“und der war bekannt in Dänemark.

Eine logische Konsequenz daraus und ebenfalls ein große Freude für mich ist es, das der vierte EARTH Gong und inzwischen auch der vierte HEAVEN Gong, die mich auf diesen Konzerten begleitet haben, jetzt ihre Aufgabe auf Seeland in der Heimat Vølunds gefunden haben.

Danke Wieland/Vølund

Kain

In graue Vorzeit, in den glücklichen Kindertagen der Menschheit, ernährten sich die Menschen von dem, was sie in der Natur fanden. Sie waren Jäger und Sammler.
Irgendwann entdeckten sie, dass man sowohl Pflanzen als auch Tiere an sich binden und züchten konnte. Aus den Sammlern wurden Ackerbauern und aus den Jägern Viehzüchter. Ganze Volksgruppen haben sich auf die eine oder andere Weise spezialisiert, je nach dem, wofür ihre Heimat besser geeignet war. Die Ackerbauern wurden sesshaft, die Viehzüchter blieben Nomaden, die immer dahin gingen, wo ihre Herden etwas zu fressen fanden. Doch damit waren die Konflikte bereits vorprogrammiert.

Viele Legenden berichten von gewaltigen Kriegen zwischen sesshaften Bauernvölkern und nomadisierenden Hirtenvölkern. Aber wie das mit Legenden so ist, wenn sie über Jahrtausende immer wieder nacherzählt werden, verändern sie sich. Aus Menschen wurden manchmal Götter und manchmal wurden ganzen Volksgruppen zu Einzelpersonen abstrahiert. Wo diese Konflikte nicht gelöst wurden, wirken weiter bis in die heutige Zeit. Ich denke nur an die Probleme, die einige alteingesessene Menschen mit Zuwanderern haben und an den Dauerstreit zwischen Vegetariern und Fleischessern. Letztendlich sind das immer noch die gleichen Themen wie vor Jahrtausenden.
Doch dort, wo es aber gelang, diese Konflikte zu überwinden, kam es zu einer zu eine kulturellen Blütezeit.

Im alten Indien lebten die Draviden als sesshafte Ackerbauern. Irgendwann fielen die viehzüchtenden Aryas in das Land ein und der Krieg war da. Gemeinsam bildeten diese Völker die Keimzelle für die indische Hochkultur, doch mancherorts schein es, als ob diese Konflikte noch immer nicht ganz überwunden sind.
Die Bhagavad Gita ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie der Kampf, der Krieg, umgewandelt werden kann und wie das Ringen um geistige Weiterentwicklung oft den gleichen Gesetzmäßigkeiten folgt wie die Erfahrungen auf dem Schlachtfeld. Es begann damit, dass Arjuna die Angst davor überwinden musste, gegen seine eigenen Verwandten zu kämpfen. Das zeigt, dass es nichts bringt, den Kampfeswillen im Menschen zu unterdrücken. Er möchte befreit und transformiert werden.

Hier im Norden berichtet die Edda von den Kämpfen zwischen den Asen und den Wanen. Die Wanen waren Ackerbauern, die ursprünglich aus Afrika kamen, die Asen waren Reitervölker die aus Asien kamen, wie der Name schon verrät. Dass sie später als “Göttergeschlechter” bezeichent und als solche verehrt wurden, ist Legende.

Die Insignien des Pharaos waren der Hirtenstab und die sogenannte Geißel, die ursprünglich ein Dreschflegel war. Den Pharaonen war es gelungen, die Viehzüchter aus Oberägypten mit den Ackerbauern aus Unterägypten auszusöhnen und zu vereinen. Die Folge davon war die großartige Blüte der Ägyptischen Kultur.

Abel war ein Viehzüchter und Kain war ein Ackerbauer. Wieder ist es der gleiche Konflikt. In diesem Fall stehen Einzelpersonen symbolisch für ganze Völker. Aber diese Geschichte beinhaltet noch mehr, denn das Wort “Kain” bedeutet “Schmied”
Damit gehört Kain zur Familie der mythologischen Schmiede.
Nach dem Brudermord wurde Kain aus seiner Heimat vertrieben.
Das weist auf eine ganz besondere Kultur nomadisierender Schmiede hin, die aus den vormals sesshaften Ackerbauern hervorgegangen ist.
Noch deutlicher wird das, wenn wir die Nachkommen Kains betrachten.

Jabal war der Stammvater aller Nomaden.
Jubal war der Stammvater aller Musiker
Tubal-Kain war der Stammvater aller Schmiede
und ihre Schwester Naëma war die Urmutter aller Weberinnen.

Das bedeutet, dass alle vier Traditionen auf einen gemeinsamen Ursprung zurückgehen und erst später getrennt worden sind. “Heilung der Wurzeln” bedeutet auch, dass alles, was einst getrennt wurde, jetzt wieder zu einen Einheit zusammengeführt wird.
Deshalb bin ich so froh und dankbar, wenn ich mit meinen selbstgeschmiedeten Klangobjekten auf Reisen gehe und damit Konzerte gebe.

Jabal

Jubal

Tubal Kain

 

 

 

 

Und deshalb ist es mir so wichtig, das meine Gongs an handgewebten Bändern aufgehängt werden.

Naëma

“Tantra” bedeutet “Weben” und gemeint ist die Vereinigung von männlichen und weiblichen Eigenschaften und letztendlich die Vereinigung von allem, was getrennt ist und ursprünglich zusammengehört.
Bandweberei ist eine uralte Handwerkskunst, die bis heute von Archäologen und Historikern viel zu wenig ernst genommen wird. Wahrscheinlich, weil sie überwiegend von Frauen ausgeübt wurde und wird und nie eine wirtschaftliche Bedeutung erreicht hat.
Durch unterschiedliche Webtechniken ergeben sich ganz natürlich Muster und Symbole, die eine tiefe Bedeutung haben und oft Botschaften aus längst vergangenen Tagen übermitteln.
Für die KARMA GONGS habe ich mich für ein Muster entschieden, das bei Kekomäki in Finnland gefunden wurde. Das Symbol erinnert mich an einen Vogel, der genau wie der Gong-Klang seine Botschaft unabhängig von Raum und Zeit verkündet.

Heilung der Wurzeln bedeutet, dass der Brudermord endlich verziehen
und ausgesöhnt wird und mit ihm alle Brudermorde,
die seit dem geschehen sind.
Heilung der Wurzeln bedeutet, dass das Völkermorden endlich ein Ende hat und das die Menschen sich aussöhnen und lernen,
ihre Konflikte friedlich zu lösen
und sich vereinen zu einer neuen kulturellen Blüte.

Adam und Eva

Wer sich mit der Heilung der kulturellen Wurzeln beschäftigt,
kommt an Adam und Eva nicht vorbei.

Vorwegschicken möchte ich, dass ich keinen Anspruch auf historische, religiöse oder politische Korrektheit erhebe. Ich möchte einfach dazu anregen, einmal einen anderen Blickwinkel einzunehmen und eine alte Geschichte, an die wortwörtlich heutzutage wohl kaum noch jemand glaubt und die dennoch das kollektive Bewusstsein immer noch enorm prägt, auf ihren wahren Kern hin zu untersuchen. Wenn jemand anderes dabei durch eigene Erkenntnisse auf ganz andere Ergebnisse kommt, soll es mir nur Recht sein.

Die Genesis, die Schöpfungsgeschichte im Alten Testament, ist eine Sammlung von ganz unterschiedlichen vorjüdischen Legenden, die irgendwann einmal in großer künstlerischer Freiheit zu einen Handlungsstrang zusammengefügt worden sind, obwohl sie ursprünglich nichts miteinander zu tun hatten. Ich möchte hier jetzt auf die Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies eingehen.

Um sie zu verstehen, sollte man zwei Dinge wissen:
1. In alten Schamanenkulturen war es üblich, zu bestimmten Anlässen bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich zu nehmen. Die Menschen, die das taten, wurden sehr lange und gründlich darauf vorbereitet und währenddessen intensiv mit Ritualen begleitet, um sie vor möglichen Gefahren und unerwünschten Nebenwirkungen zu schützen. Diese Regeln waren zu recht sehr streng.
2. Wer sich in der damaligen Zeit nachhaltig so detruktiv verhalten hat, dass er oder sie das Wohlergehen der Familie, der Sippe oder des Stammes gefärdet hat, wurde aus der Gemeinschaft ausgesondert, um das Gemeinwohl zu schützen. Hier im Norden wurden solche Menschen ins Moor gejagt, in Wüstenregionen in die Wüste.

Jetzt stelle man sich folgende Szene vor:
In einer Oase (Eden) lebten die Menschen in vollkommener Harmonie mit der Natur. Ein junges Paar (Adam und Eva) hat aus Unreife keine Lust sich den Regeln der Einnahme der Bewusstseinserweiternden Früchte (Baum der Erkenntnis) zu unterwerfen und probiert sie heimlich einfach so aus. Daraufhin bekommen beide Wahnvorstellungen, weil sie der Wirkung der Mittel nicht gewachsen sind. Dadurch fallen Sie natürlich sofort auf und weil sie nicht aufhören, entscheidet der Ältestenrat schweren Herzens diese jungen Menschen in die Wüste zu schicken. Entweder kommen sie dadurch wieder zu sich oder sie kommen um.
Dummerweise geschah dieses Mal etwas anderes: Sie überlebten und trafen auf andere Menschen, denen sie Ihre Geschichte – immer noch gefärbt von ihren Wahnvorstellungen – erzählten.

Wie und wann und wieso diese Geschichte Einzug in die Genesis erhalten hat, entzieht sich meiner Erkenntnis. Doch es hatte verheerende Auswirkungen:
Seit Jahrtausenden wurden diese Wahnvorstellungen benutzt, um die Diskriminierung  und Unterdrückung der Frauen zu rechtfertigen.
In der großen Entdeckerzeit haben die sogenannten „Christlichen Seefahrer“ und ihre Missionare auf der Suche nach dem verlorenen Paradies eben diese Geschichte als Rechtfertigung benutzt, um ganze Kulturen schlecht zu machen und auszulöschen und ganze Völker weltweit zu entwurzeln und zu unterdrücken.
Weitere Nebenwirkungen sind, dass die Kundalinikraft, die Schlangenkraft, dem Teufel gleichgesetzt wurde, dass das Gebären etwas Schreckliches wurde und Arbeiten etwas Unangenehmes (In Schweiße Eures Angesichts…)

Deshalb ist es Zeit, endich zu kapieren, dass Adam und Eva nicht die ersten Menschen waren (schließlich haben sie nach der Vertreibung aus dem Paradies auch noch andere Menschen getroffen) sondern bestenfalls die ersten Junkies, also die ersten, von denen bekannt geworden ist, dass sie Drogen missbraucht haben.
Und es wird Zeit, all das, was in ihrem Namen geschehen ist, zu bereinigen.