Adam und Eva

Wer sich mit der Heilung der kulturellen Wurzeln beschäftigt,
kommt an Adam und Eva nicht vorbei.

Vorwegschicken möchte ich, dass ich keinen Anspruch auf historische, religiöse oder politische Korrektheit erhebe. Ich möchte einfach dazu anregen, einmal einen anderen Blickwinkel einzunehmen und eine alte Geschichte, an die wortwörtlich heutzutage wohl kaum noch jemand glaubt und die dennoch das kollektive Bewusstsein immer noch enorm prägt, auf ihren wahren Kern hin zu untersuchen. Wenn jemand anderes dabei durch eigene Erkenntnisse auf ganz andere Ergebnisse kommt, soll es mir nur Recht sein.

Die Genesis, die Schöpfungsgeschichte im Alten Testament, ist eine Sammlung von ganz unterschiedlichen vorjüdischen Legenden, die irgendwann einmal in großer künstlerischer Freiheit zu einen Handlungsstrang zusammengefügt worden sind, obwohl sie ursprünglich nichts miteinander zu tun hatten. Ich möchte hier jetzt auf die Geschichte von der Vertreibung aus dem Paradies eingehen.

Um sie zu verstehen, sollte man zwei Dinge wissen:
1. In alten Schamanenkulturen war es üblich, zu bestimmten Anlässen bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich zu nehmen. Die Menschen, die das taten, wurden sehr lange und gründlich darauf vorbereitet und währenddessen intensiv mit Ritualen begleitet, um sie vor möglichen Gefahren und unerwünschten Nebenwirkungen zu schützen. Diese Regeln waren zu recht sehr streng.
2. Wer sich in der damaligen Zeit nachhaltig so detruktiv verhalten hat, dass er oder sie das Wohlergehen der Familie, der Sippe oder des Stammes gefärdet hat, wurde aus der Gemeinschaft ausgesondert, um das Gemeinwohl zu schützen. Hier im Norden wurden solche Menschen ins Moor gejagt, in Wüstenregionen in die Wüste.

Jetzt stelle man sich folgende Szene vor:
In einer Oase (Eden) lebten die Menschen in vollkommener Harmonie mit der Natur. Ein junges Paar (Adam und Eva) hat aus Unreife keine Lust sich den Regeln der Einnahme der Bewusstseinserweiternden Früchte (Baum der Erkenntnis) zu unterwerfen und probiert sie heimlich einfach so aus. Daraufhin bekommen beide Wahnvorstellungen, weil sie der Wirkung der Mittel nicht gewachsen sind. Dadurch fallen Sie natürlich sofort auf und weil sie nicht aufhören, entscheidet der Ältestenrat schweren Herzens diese jungen Menschen in die Wüste zu schicken. Entweder kommen sie dadurch wieder zu sich oder sie kommen um.
Dummerweise geschah dieses Mal etwas anderes: Sie überlebten und trafen auf andere Menschen, denen sie Ihre Geschichte – immer noch gefärbt von ihren Wahnvorstellungen – erzählten.

Wie und wann und wieso diese Geschichte Einzug in die Genesis erhalten hat, entzieht sich meiner Erkenntnis. Doch es hatte verheerende Auswirkungen:
Seit Jahrtausenden wurden diese Wahnvorstellungen benutzt, um die Diskriminierung  und Unterdrückung der Frauen zu rechtfertigen.
In der großen Entdeckerzeit haben die sogenannten „Christlichen Seefahrer“ und ihre Missionare auf der Suche nach dem verlorenen Paradies eben diese Geschichte als Rechtfertigung benutzt, um ganze Kulturen schlecht zu machen und auszulöschen und ganze Völker weltweit zu entwurzeln und zu unterdrücken.
Weitere Nebenwirkungen sind, dass die Kundalinikraft, die Schlangenkraft, dem Teufel gleichgesetzt wurde, dass das Gebären etwas Schreckliches wurde und Arbeiten etwas Unangenehmes (In Schweiße Eures Angesichts…)

Deshalb ist es Zeit, endich zu kapieren, dass Adam und Eva nicht die ersten Menschen waren (schließlich haben sie nach der Vertreibung aus dem Paradies auch noch andere Menschen getroffen) sondern bestenfalls die ersten Junkies, also die ersten, von denen bekannt geworden ist, dass sie Drogen missbraucht haben.
Und es wird Zeit, all das, was in ihrem Namen geschehen ist, zu bereinigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.